Aktuelles

Erfolgreicher Mittelstand im Portrait

Familienunternehmen Werner SCHMID GmbH setzt auf Qualität und Standort

Ein Artikel von Osthessen News

Sie sind standhaft regional verwurzelt und wollen es auch bleiben: Das Familienunternehmen Werner Schmid GmbH. Ein Leichtes wäre es, irgendwo im Ausland billiger zu produzieren. Doch dieser Weg kommt für die Brüder Matthias und Joachim Hauß sowie deren Mutter nicht in Frage. Seit 70 Jahren ist die Werner Schmid GmbH in Fulda ansässig und wird heute in dritter Generation von den beiden Brüdern geführt. Ihre Mutter Dipl. rer.pol. Monika Hauß-Schmid hat die Unternehmensleitung im Herbst 2015 an ihre Söhne weitergegeben, nachdem sie selbst über 30 Jahre als Geschäftsführerin für das Unternehmen verantwortlich war. Mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt die Werner Schmid GmbH an ihrem Standort in der Fuldaer Weichselstraße 21. Sie hat sich erfolgreich als Anbieter für komplexe Präzisionsbauteile aus Metall und Kunststoff etabliert.

Angefangen hat alles nach dem Zweiten Weltkrieg. Werner Schmid kam nach Fulda und entschloss sich in 1946, einen metallverarbeitenden Betrieb zu gründen. Die erste Maschine wurde noch im selben Jahr angeschafft, zunächst wurden Rahmenteile, Tür- und Fensterbeschläge und vieles mehr für den Wiederaufbau der vielfach zerstörten Häuser angefertigt. Unter anderem auch Kochtöpfe aus den Stahlhelmen von Soldaten. In den Folgejahren wuchs der Betrieb, so dass 1953 ein Umzug in größere Räumlichkeiten nötig war. Hier entwickelte sich das Unternehmen zu einem Stanzwerk. Auch die Sparte Werkzeugbau kam dazu. Weitere zehn Jahre später, zwischen Weihnachten und Neujahr 1963, bezog das Unternehmen seinen heutigen Standort in der Weichselstraße.

wechselstraße

Neben den Spezialgebieten Metallfertigung und Werkzeugbau kam in den 1970er Jahren die Kunststoffsparte dazu. Ein Kunde wollte damals von Metall- auf Kunststoffteile wechseln. Die Firma Schmid wollte den wichtigen Kunden nicht verlieren und entschloss sich, selbst auch in die Kunststofffertigung einzusteigen. „Der Kunde wollte ein Lüftungsrad aus Kunststoff. Mein Vater sagte, ok, das machen wir. Wir hatten damals einen jungen Mitarbeiter, der kannte sich in der Kunststofffertigung aus, mit ihm haben wir das aufgebaut“, erinnert sich Monika Hauß-Schmid an den für die Firma wichtigen Schritt in die Zukunft.

„Die seltene Kombination von Metall- und Kunststofffertigung unter einem Dach ermöglicht dem Unternehmen die Spezialisierung auf Metall-Kunststoff-Hybridverbindungen. Die Spezialisierung und die hohe Qualität sind die Faktoren, um im hart umkämpften Markt zu bestehen. Werner Schmid investiert jedes Jahr durchschnittlich rund eins bis 1,5 Millionen Euro, das meiste davon in den Maschinenpark. Im vergangenen Jahr wurde eine neue Presse für dreieinhalb Millionen Euro angeschafft. „Das können wir natürlich nicht jedes Jahr leisten“, sagt Matthias Hauß. „Die Qualitätsanforderungen steigen bei hohem Kostendruck“, erklärt er die Herausforderungen der Zukunft. Die konsequente technische Weiterentwicklung spielt dabei eine wichtige Rolle.

Die Kunden des Unternehmens finden sich hauptsächlich in der Lüftungs-, Manometer- und Automobilindustrie. In vielen Autos deutscher Hersteller steckt ein Teil aus dem Hause Werner Schmid. So zum Beispiel in der früheren Audi R8-Baureihe der Rahmen für die Tachoanzeigen im Cockpit. Das Unternehmen versucht, möglichst früh in die Planung und Entwicklung eines neuen Produktes auf Kundenseite eingebunden zu werden. Dies hat den Vorteil, dass frühzeitig auf Kundenwünsche eingegangen werden kann. „Wir gehen dabei bis an die Grenze des technisch Machbaren“, beschreibt Joachim Hauß. Auch das zeichnet das Unternehmen aus Fulda aus.

tacho

Die beiden Brüder Matthias und Joachim ergänzen sich übrigens prima. Das war schon früher so, erinnert sich Mutter Monika. Während Matthias sich schon immer für die kaufmännischen Belange interessierte, standen für Joachim früh die technischen Aspekte im Vordergrund . Heute führen sie gemeinsam das erfolgreiche Unternehmen Werner Schmid in der dritten Generation, der Diplomkaufmann (Matthias) hat den kaufmännischen Bereich unter sich, der Bruder (Joachim) als Maschinenbau-Ingenieur das technische Fachwissen für die Entwicklung und Produktion. Mit über 300 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 36,2 Millionen Euro ist das Unternehmen auf Wachstumskurs. „Wir wollen ein regionales, unabhängiges Familienunternehmen bleiben, welches hier in Fulda produziert“, sagen die beiden Brüder.

Und sie setzen sich aktiv in der Region für die Fördergemeinschaft Perspektiva ein – die Firma Werner Schmid ist Gründungsgesellschafter. „Wir sehen, dass es funktioniert. Wir haben bereits vier Jugendliche übernommen, sie sind zum Teil schon seit über zehn Jahren bei uns“, freuen sich die Unternehmer über die positive Entwicklung der jungen Menschen. Ihnen ist wichtig, den Mitarbeitern zu danken, die sich in der täglichen Arbeit mit den Jugendlichen beschäftigen, ihnen Halt und Motivation bieten. Zum Ruhestand von Monika Hauß-Schmid haben die Mitarbeiter übrigens gesammelt und ihr das Geld auf der Abschiedsfeier übergeben. „Sie hat es direkt weitergegeben an Perspektiva und dafür 15 Legomodelle gekauft. Das Beschäftigen mit den Modellen fördert die Hand-Auge-Koordination und die Fähigkeit zum Lesen von Plänen“, sagen die beiden Hauß-Brüder. Das Unternehmen bringt sich seit Jahren aktiv in die Aufgaben bei Perspektiva ein und möchten dies auch unter der neuen Führung fortsetzen .

Bodenständigkeit, Mut und hoher Qualitätsanspruch: Die Werner Schmid GmbH ist ein Beispiel, wie erfolgreicher Mittelstand in Osthessen funktioniert.

(Hans-Hubertus Braune)

wernerschmid

Hier geht es zum Artikel von Osthessen News

Kompetenzen in der Weiterverarbeitung von Metallteilen

Die Werner Schmid GmbH versteht sich als Anbieter innovativer Lösungen und komplexer Präzisionsbauteile sowie -baugruppen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, entwickeln wir uns nicht nur auf dem Gebiet der Stanz- und Umformtechnik weiter, sondern investieren seit Jahrzenten auch konsequent in Anlagen und Kompetenzen für eine hochwertige Weiterverarbeitung unserer Produkte aus der Metall- und der Kunststofffertigung. Beispielhaft erfolgt hier eine Übersicht der wesentlichen Weiterverarbeitungsschritte für unsere Metallteile:

  • Zu den ältesten Techniken der Weiterverarbeitung gehört bei Werner Schmid das Spannungsarmglühen. Wir verfügen noch immer über eine eigene Glühanlage, die auch heute noch regelmäßig genutzt wird, um die Spannung in unseren Werkstücken zu reduzieren und damit unerwünschten Verzug bei der weiteren Bearbeitung zu reduzieren oder mechanische Beschädigungen bei weiteren Umformschritte zu verhindern.
  • Unsere Stopp-Drehmaschine mit EGS-Roboter erlaubt uns eine vollautomatische, spanende Nachbearbeitung umgeformter Bauteile bei kurzen Taktzeiten und einer gleichbleibend hohen Qualität. Hierdurch lassen sich prozesssicher Anforderungen erfüllen, die alleine durch die Umformtechnik nicht mehr realisiert werden können (beispielsweise Gratfreiheit oder Ebenheit). Eine weitere Möglichkeit zur Entfernung von Grat stellt unsere Gleitschleifanlage dar.
  • Mithilfe der Widerstandsschweißtechnik sind wir in der Lage, Bauteile nach dem Umformprozess zu kleineren Schweißbaugruppen zu fügen.
  • Unsere moderne Entfettungs-, Reinigungs- und Konservierungsanlage bietet verschiedene Möglichkeiten der Nachbehandlung von Bauteilen. Neben einer Entfettung im PER-Reinigungsbad erlaubt sie eine Reinigung durch Ultraschall sowie eine Benetzung mit Anticorit als Rostschutz und zur Konservierung.
  • Da wir nicht nur in der Stanz- und Umformtechnik, sondern auch im Kunststoffspritzguss über eine jahrzehntelange Erfahrung verfügen, können wir im eigenen Haus gefertigte Stanz- und Umformteile auf verschiedenen Wegen zu Metall-Kunststoff-Hybriden weiterverarbeiten, beispielsweise durch Umspritzen von Einlegeteilen oder durch Warmvernieten.

Gerne geben wir Ihnen detaillierte Informationen über diese und weitere Leistungen in der Weiterverarbeitung unserer Produkte.
tacho02

Ausbildung bei Werner Schmid

ausbildung_werner-schmidDie Ausbildung des eigenen Nachwuchses ist schon seit 1947, dem ersten Jahr nach Firmengründung, ein fester Bestandteil von WS. Damals trat der erste Werkzeugmacherlehrling in die Werner Schmid GmbH ein; er wurde später Leiter der Betriebsschlosserei und ging schließlich als Betriebsleiter in den Ruhestand.

Auch heute bilden wir noch kontinuierlich aus. Die von uns angebotenen Ausbildungsgänge erstrecken sich über das gesamte Leistungsspektrum der Werner Schmid GmbH: so bilden wir Werkzeugmechaniker mit Fachrichtung Stanz- und Umformtechnik, Industriemechaniker, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Technische Produktdesigner sowie Industriekaufleute und Fachinformatiker aus. Zusätzlich bieten wir seit einigen Jahren duale Studiengänge in kaufmännischen Berufsbildern sowie im Ingenieurswesen an. Stets versuchen wir, junge Menschen für die in unserem Bereich notwendigen Tätigkeiten zu begeistern und für eine Ausbildung bei Werner Schmid zu gewinnen.

Ein Baustein hierbei ist die Bildungsmesse in Fulda, die bereits seit über zehn Jahren stattfindet. Die Bildungsmesse sieht sich als Spiegelbild der Bildungsregion Osthessen. Ausbildungsbetriebe, Berufliche Schulen, Bildungsträger, Berufsakademien und die Hochschule Fulda stellen unter dem Motto „Berufe zum Anfassen“ zahlreiche Berufsbilder und Bildungsgänge vor. Geboten werden Informationen von der Berufswahlvorbereitung über die Ausbildung bis zur Aufstiegsfortbildung.

Die Werner Schmid GmbH ist seit der ersten Auflage der Bildungsmesse dabei und wird auch dieses Jahr wieder teilnehmen. Auf unserem Messestand stellen wir die von uns angebotenen Ausbildungsgänge vor. Unsere Auszubildenden geben interessierten Jugendlichen einen Einblick in die gewünschten Berufsfelder und versuchen die interessierten Jugendlichen besonders für die technischen Ausbildungsgänge zu begeistern.

Unser Ziel ist es immer, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen und die Entwicklung des Mitarbeiters auch nach Abschluss der Ausbildung zu fördern. Hierfür werden Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen und entsprechende Stellen angeboten. Ein Konzept, dass sich bewährt hat: viele unserer heutigen Führungskräfte haben ihre Ausbildung in unserem Unternehmen durchgeführt und sich danach konsequent weiter entwickelt.

Werner Schmid engagiert sich bei der gemeinnützigen GmbH „Perspektiva“

Bei Werner Schmid GmbH verstehen wir 04-Logo_perspektiva_4c
soziales Engagement als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung.
Dabei ist es uns wichtig, Organisationen zu unterstützen, mit deren Zielen und Methoden wir uns voll und ganz identifizieren können.

Eine dieser Organisationen ist die gemeinnützige GmbH „Perspektiva“. 1999 von Unternehmen, Bürgern und sozialen Einrichtungen aus der Region Fulda gegründet, versteht sich die Perspektiva als Fördergemeinschaft für Arbeit und Leben. Ziel der Perspektiva ist es, Jugendlichen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu verschaffen und ihnen dadurch zu helfen, eine eigene Lebensperspektive zu entwickeln. Im Mittelpunkt des bundesweit einmaligen, mehrfach preisgekrönten Konzepts steht der nachhaltige Erfolg der Förderung: den Jugendlichen soll ein selbst¬bestimmtes und selbstbewusstes Leben ohne die Abhängigkeit von staatlichen Fördergeldern ermöglicht werden. Das Modell der Perspektiva hat sich als ausgesprochen erfolgreich herausgestellt: in den 16 Jahren seit ihrer Gründung konnten etwa 120 Jugendliche in ein festes Arbeitsverhältnis vermittelt werden.

Die Werner Schmid GmbH unterstützt die Arbeit der Perspektiva von Beginn an. 1999 waren wir Gründungsgesellschafter der Perspektiva und auch heute ist unsere mittlerweile pensionierte Geschäftsführerin Monika Hauß-Schmid noch als Beiratsmitglied aktiv. Das Personalleiter-Forum der Perspektiva, wo Personalchefs der engagierten Unternehmen über Neuigkeiten informiert werden und Erfahrungen austauschen können, wird seit Jahren gemeinsam von der Pädagogischen Leiterin der Perspektiva und unserem Prokuristen Günter Schlitzer geleitet. Auch durch das Bereitstellen von Praktikumsstellen und die Übernahme von Jugendlichen in feste Arbeitsverhältnisse tragen wir unseren Teil zum Gelingen des Konzepts bei. Bereits vier jungen Menschen konnten wir eine feste Arbeitsstelle geben, eine Fünfte absolviert gerade ein durch Perspektiva und Werner Schmid GmbH betreutes Praktikum.

Mit unserem fortgesetzten Engagement bei der Perspektiva wollen wir auch das Verständnis vermitteln, dass jeder Mensch individuelle Talente und Fähigkeiten hat. Unsere Erfahrungen mit dem Konzept sind ausnahmslos positiv. Zwar ist insbesondere während der zweiten Phase eine intensive Betreuung notwendig, doch die Erfolge sind beachtlich: es ist bemerkenswert, welche persönliche Entwicklung bei vielen jungen Menschen stattfindet, wenn Ihnen erstmals etwas zugetraut wird. Die jungen Menschen, die wir von der Perspektiva übernommen haben, hatten einen weiten und nicht immer leichten Weg zu gehen, doch alle haben ihre persönliche Erfolgsgeschichte geschrieben. Heute sind sie nicht nur fest in das Unternehmen und unsere Arbeitsabläufe integriert, sondern können ihr Leben nun auch weitgehend ohne Betreuung und Förderung selbst gestalten.

Wir sind überzeugt, dass die Kooperation mit Perspektiva ein guter Weg ist und werden in unserem Engagement nicht nachlassen. Mehr über die Arbeit von Perspektiva erfahren Sie unter www.perspektiva-fulda.de.

Werner Schmid auf der Blechexpo 2015

Die 12. Blechexpo steht vor der Tür. Vom 03. Bis 06. November 2015 werden über 1.000 Aussteller aus mehr als 30 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen auf der internationalen Fachmesse für Blechbearbeitung in Stuttgart vorstellen. Natürlich werden wir bei dieser europaweit führenden Fachmesse ebenfalls dabei sein und die jüngsten Neuerungen in unserem Fertigungs-Portfolio vorstellen.

So wollen wir uns in diesem Jahr erneut als Werkzeugbau für Verkaufswerkzeuge präsentieren und unsere Erfolge der letzten Jahre vorstellen. Nachdem wir 2013 unsere Aktivitäten in diesem Markt aufgenommen haben, haben wir bis heute vier große Projekte mit Werkzeugen, die nicht für unsere eigene Produktion vorgesehen sind, erfolgreich abgeschlossen. Während der Projekte wurden die Werkzeuge auf unseren eigenen Pressen, sowohl in der Transferfertigung als auch in der Folgeverbundtechnik, erprobt. Anschließend erfolgte die Inbetriebnahme bei unseren Kunden, je nach Kundenpräferenz auch mit Hilfe von WS-Mitarbeitern. Alle vier Werkzeuge laufen nun bei unseren Kunden und produzieren Teile in der gewünschten hohen Qualität.

Ein weiteres Novum bei Werner Schmid ist die spanende Nachbearbeitung tiefgezogener, rotationssymmetrischer Blechteile. Seit dem ersten Einsatz unserer Drehmaschine in 2014 wurden immer mehr Artikel für eine spanende Nachbearbeitung, wie beispielsweise das Andrehen einer Fase, auf diese Maschine verlagert. Die Möglichkeiten der spanenden Nachbearbeitung sind vielfältig und sollen weiter ausgebaut werden, um den Anforderungen nach immer enger werdenden Toleranzen gerecht zu werden. Während die Umformtechnik an ihre Grenzen stößt, hat die spanende Nachbearbeitung weiteres Potential in Hinblick auf umformtechnisch nicht mehr herstellbare Geometrien, wie beispielsweise sehr kleine Radien oder Fasen.

Zum Zeitpunkt der Messe wird die Werner Schmid GmbH außerdem ihre erste Servo-Presse in der Fertigung in Betrieb genommen haben. Es handelt sich um eine 4.000kN Presse mit einer Tischlänge von 3.500mm – die Tischlänge eröffnet uns neue Möglichkeiten, weitere Umformschritte durchzuführen oder Inline-Überwachung einzusetzen. Gleichzeitig soll die Servo-Technologie genutzt werden, um Nebenzeiten zu verkürzen und Prozesse effizienter zu gestalten.

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihnen diese und weitere Neuigkeiten während der Blechexpo in einem persönlichen Gespräch näher bringen könnten – schauen Sie doch einfach mal bei unserem Stand vorbei, wir freuen uns auf Sie!

Stand Werner Schmid Blech ExpoStuttgart 2013 PS2_small

 

 

 

 

 

 

 

Die nächste Generation übernimmt

Monika Hauß-Schmid übergibt Führung des Herstellers von Präzisionsteilen

Die Firma Werner Schmid erhält eine neue Führung, bleibt aber in Familienhand: Die langjährige Geschäftsführerin Monika Hauß-Schmid (66) übergibt die Leitung des  Unternehmens an ihre Söhne Matthias Hauß (34) und Joachim Hauß (30).

20150811-TZ----Fuldaer-Zeitung---Lokales-Fulda---pag-14-3

Monika Hauß-Schmid übergibt die Geschäftsführung der Firma Werner Schmid an ihre Söhne Joachim Hauß (links) und Matthias Hauß. Die Unternehmerin stand 22 Jahre lang an der Spitze des Unternehmens. Foto: Volker Nies

Die Übergabe der Geschäftsführung erfolgt zum 1. September. Die Brüder sind dann gleichberechtigte Geschäftsführer. Maschinenbau-Ingenieur Joachim Hauß übernimmt die technische Leitung, Diplom-Kaufmann Matthias Hauß die kaufmännische Leitung. „Ich bin richtig froh, dass meine Söhne das Unternehmen in dritter Generation weiterführen“, sagt die Unternehmerin, die die Firma seit 1993 als alleinige Geschäftsführung geleitet hat.

Für die Söhne war früh klar, dass sie einmal in die Fußstapfen ihrer Eltern treten würden. Nach dem Abitur, das beide an der Freiherr-vom-Stein-Schule ablegten, absolvierte Joachim Hauß eine Mechatroniker-Lehre, studierte an der TU Darmstadt Maschinenbau und trat im September 2013 als Assistent der Geschäftsführung in das  Familienunternehmen ein. Seit Juni 2014 ist er Bereichsleiter für Kunststofftechnik.

Matthias Hauß studierte Betriebswirtschaft an der Universität Würzburg und arbeitete sieben Jahre lang in Bonn in einer Unternehmensberatung, die auf IT-Sicherheit spezialisiert ist. Seit Anfang des Jahres ist er wie sein Bruder Assistent der  Geschäftsführung – und die Brüder verstehen sich gut. Auch Monika Hauß-Schmid, Tochter von Firmengründer Werner Schmid, hatte sich früh auf die Übernahme der Verantwortung eingestellt. Sie erwarb an der Technischen Universität Karlsruhe den Technischen Betriebswirt (heute Wirtschaftsingenieur), und trat 1974 in das Unternehmen ein. 1979 übernahm sie mit ihrem Mann Wolf-Dieter Hauß die Geschäftsführung von ihrem Vater. Das Unternehmen, das Präzisionsbauteile aus Kunststoff und Metall für die Automobil- und die Lüftungstechnik sowie die Messund Regeltechnik herstellt, wuchs unter ihrer Führung. 1991 beschäftigte die Firma Werner Schmid erstmals mehr als 200 Mitarbeiter, heute sind es mehr als 300.

Der Schwerpunkt der Produktion hat sich geändert. Früher stellte die Firma Kleinserien in aufwendiger Einzelfertigung her; heute liegt der Schwerpunkt auf der Herstellung hoher Stückzahlen von Bauteilen, die so kompliziert sind, dass für das  Erreichen der Präzision jahrelange Erfahrung notwendig ist.

Ihr Büro hat Monika Hauß- Schmid schon geräumt. Noch hat sie einen kleinen Raum, aber auch den wird sie Ende August räumen. „Meine Söhne sollen die Verantwortung komplett tragen. Ich stehe gern als Ratgeberin bereit – aber nur, wenn ich gefragt werde“, sagt die Unternehmerin, die sich im September von jedem Mitarbeiter persönlich verabschieden will. Sie freut sich darauf, viele Wanderwege und Museen in der Region auch einmal während der Woche zu sehen. Und Perspektiva soll von ihrer Erfahrung in der Ausbildung profitieren. Ihr Rat ist gefragt: Monika Hauß-Schmid ist seit 2002 Mitglied der IHK-Vollversammlung, seit 2009 ist sie Vizepräsidentin mit der Zuständigkeit für die Aus- und Weiterbildung.

Artikel aus der Fuldaer Zeitung

Seit 2014 auch Verkaufswerkzeuge von Werner Schmid GmbH erhältlich

Die Werner Schmid GmbH, gegründet im Jahr 1946, baute bis Ende 2013 Stanz- und umformtechnische Werkzeuge sowie Spritzgießwerkzeuge ausschließlich für den Eigenbedarf. Diese Philosophie wurde im Jahr 2013 geändert. Auf der Messe BlechExpo 2013 trat Werner Schmid erstmals auch als Lieferant für Verkaufswerkzeuge auf.

Bereits im Rahmen der Messe wurden die ersten Kontakte geknüpft. Keine vier Wochen später verbuchte das Unternehmen die erste Bestellung über ein Folgeverbundwerkzeug für eine Rohrschelle in seinen Auftragsbüchern. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Projekts platzierte der Kunde sofort den zweiten Auftrag bei Werner Schmid: Die Bestellung eines Folgeverbundwerkzeugs für eine zweiteilige Profilschelle wurde erfolgreich umgesetzt. Parallel dazu hatte ein großer Automobilzulieferer Werner Schmid mit der Herstellung zweier Transfersätze einschließlich integrierten 3-fach-Zick-Zack-Rondenschnitts beauftragt.

Eines dieser Werkzeuge wurde im Januar 2015 zur vollsten Zufriedenheit des Kunden im Unternehmen abgenommen, die Abnahme des zweiten soll im III. Quartal 2015 auf der kundeneigenen Presse erfolgen.

Haben wir Ihr Interesse an einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Werner Schmid GmbH geweckt? – Dann fordern Sie uns mit Ihren interessanten Anfragen, damit wir auch Ihnen unsere Leistungsfähigkeit beweisen können.

verkaufswerkzeuge

Der Einsatz eines modernen Maschinenparks, gekoppelt mit unseren Spezialisten, die über langjährige Erfahrung in der Konstruktion und beim Bau von komplizierten Werkzeugen verfügen, versetzt uns in die Lage, beauftragte Projekte gemeinsam mit unseren Kunden in kurzer Zeit umzusetzen.

Industrie 4.0 bei Werner Schmid

Die vierte industrielle Revolution steckt bei Werner Schmid noch in den Kinderschuhen. Während unterschiedlichste Techniken zur Prozessüberwachung bereits im Einsatz sind und sich auch bewährt haben – von einfachsten Sensoren bis hin zu kameraüberwachten Prozessen – bieten modernste Messmittel die Aussicht auf noch weit vielfältigere Einsatzmöglichkeiten in diesem Bereich.

Zusammen mit dem Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen an der Technischen Universität Darmstadt (PtU) und der ConSenses GmbH startete Werner Schmid im Sommer 2014 ein erstes, vom Land Hessen gefördertes Forschungsprojekt. Im Rahmen dieses Projekts soll eine neue Technologie auf die Möglichkeiten ihres Einsatzes bei der Online-Prozessüberwachung untersucht werden. Ziel dabei ist es, von der ConSenses GmbH auf den Markt gebrachte Piezokraftmessschrauben für die tägliche Anwendung zu qualifizieren.

Bei der neuen Sensorschraube handelt es sich um eine konventionelle Maschinenschraube nach DIN-Festigkeitsklasse 8.8, die mithilfe eines integrierten Piezoelements Montage- und Prozesskräfte in elektrische Signale umwandelt. Diese elektrischen Signale können einfach ausgewertet werden, was wiederum eine konsequente Prozessüberwachung erlaubt und / oder eine systematische Verbesserung herbeiführt.

Im bisherigen Projektverlauf stellten sich die Umformprozesse bei Werner Schmid als sehr gleichmäßig und stabil heraus. Das Messsystem, das in erster Linie Veränderungen anzeigen soll und diese vorerst nicht interpretiert, erkennt bei den sehr stabilen Prozessen im Haus Werner Schmid selbst minimale Abweichungen vom Regelverlauf.
Durch seine Integration in die Pressensteuerung gelingt es daher, den Prozess selbst bei kleinsten Unregelmäßigkeiten gezielt zu beeinflussen und so den Ablauf nochmals zu verbessern.

CodeSenses Kraftmessschrauben

Das Projekt wird 2015 fortgesetzt und die neue Technik soll möglicherweise in die intelligente Prozessüberwachung in unserem Hause Einzug halten.

Quellenangabe: ConSenses GmbH

In eigener Sache: WS ist jetzt auch bei Facebook

Wir gehen mit der Zeit – auch in Bezug auf soziale Medien. Seit Mai 2015 ist die Werner Schmid GmbH auch mit einem eigenen Profil auf Facebook zu finden. Mit unserem Facebook-Auftritt wollen wir nicht nur Neuigkeiten vorstellen, sondern über schöne Fotos und interessante Geschichten auch einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen.
Den Facebook-Auftritt der Werner Schmid GmbH finden Sie unter dem Direktlink

https://www.facebook.com/WernerSchmidGmbH

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Werner Schmid führt Industrieroboter in der mechanischen Fertigung ein

150371_RZ_Zeitung_A4_72-1-9Eine gleichbleibend hohe Qualität ist ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Werner Schmid GmbH. Um diese sicherzustellen, wird regelmäßig in moderne Fertigungsanlagen und in neue Technologien investiert. So wurde nun eine neue Stopp-Drehmaschine mit EGS-Roboter und damit erstmals ein Industrieroboter in der mechanischen Fertigung angeschafft. Neben dem Kunststoffbereich, in dem bereits verschiedene Linearsysteme zum Einsatz kommen, verfügt damit nun auch der Metallbereich von Werner Schmid über eine Roboterautomation.

Der neue Industrieroboter nimmt Teile aus der Palettierzelle, bearbeitet sie an einer Drehmaschine und setzt sie positioniert zurück. Bisher wurden hierfür zwei manuelle Drehmaschinen eingesetzt, mit denen sich allerdings die gestiegenen Qualitätsanforderungen nicht mehr durchgehend erfüllen ließen.

150371_RZ_Zeitung_A4_72-1-10Die Anforderungen an die neue Anlage waren ausgesprochen anspruchsvoll: Leichte, aber voluminöse Werkstücke erfordern einen großen Werkstückspeicher, doch gleichzeitig soll die Anlage kompakt aufgebaut sein. Um bestmögliche Auslastung und geringe Stillstandszeiten bei kurzer Bearbeitungszeit zu realisieren, muss die Konstruktion der Anlage zudem eine einfache Beschickung mit Rohteilen bzw. die einfache Entnahme der Fertigteile mit geringem Aufwand ermöglichen. Dabei wurde weniger auf eine Verkürzung der Taktzeiten abgezielt, sondern vielmehr auf eine gleichbleibend hohe Qualität und auf eine Reduktion der durch menschliches Versagen verursachten Fehler – alles in allem also auf einen zuverlässigen Fertigungsablauf.

Trotz komplexer Anforderungen an die Anlage und ehrgeiziger Ziele sind die Erfahrungen durchweg positiv. Insbesondere die hohen Erwartungen bezüglich der Produktqualität wurden erfüllt, teilweise sogar übertroffen. So ist die Rundheit der Fertigteile, ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal, deutlich besser als erhofft.

Außerdem ergeben sich neue Möglichkeiten für Werner Schmid und interessierte Kunden: Es können über das Umformen hinaus nun auch Drehprozesse angeboten werden.

Eine weitere Entwicklung, die bereits genutzt wird: War die neue Anlage anfangs nur für ein Werkstück konzipiert, laufen bereits heute verschiedene Werkstückvarianten. Dabei bietet der Prozess sogar noch das Potenzial für Erweiterungen. So lässt sich bei Bedarf eine Bohrstation integrieren, die neue Möglichkeiten für die Werner Schmid GmbH und ihre Kunden eröffnet.