Aktuelles

Ausbildung bei Werner Schmid

ausbildung_werner-schmidDie Ausbildung des eigenen Nachwuchses ist schon seit 1947, dem ersten Jahr nach Firmengründung, ein fester Bestandteil von WS. Damals trat der erste Werkzeugmacherlehrling in die Werner Schmid GmbH ein; er wurde später Leiter der Betriebsschlosserei und ging schließlich als Betriebsleiter in den Ruhestand.

Auch heute bilden wir noch kontinuierlich aus. Die von uns angebotenen Ausbildungsgänge erstrecken sich über das gesamte Leistungsspektrum der Werner Schmid GmbH: so bilden wir Werkzeugmechaniker mit Fachrichtung Stanz- und Umformtechnik, Industriemechaniker, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Technische Produktdesigner sowie Industriekaufleute und Fachinformatiker aus. Zusätzlich bieten wir seit einigen Jahren duale Studiengänge in kaufmännischen Berufsbildern sowie im Ingenieurswesen an. Stets versuchen wir, junge Menschen für die in unserem Bereich notwendigen Tätigkeiten zu begeistern und für eine Ausbildung bei Werner Schmid zu gewinnen.

Ein Baustein hierbei ist die Bildungsmesse in Fulda, die bereits seit über zehn Jahren stattfindet. Die Bildungsmesse sieht sich als Spiegelbild der Bildungsregion Osthessen. Ausbildungsbetriebe, Berufliche Schulen, Bildungsträger, Berufsakademien und die Hochschule Fulda stellen unter dem Motto „Berufe zum Anfassen“ zahlreiche Berufsbilder und Bildungsgänge vor. Geboten werden Informationen von der Berufswahlvorbereitung über die Ausbildung bis zur Aufstiegsfortbildung.

Die Werner Schmid GmbH ist seit der ersten Auflage der Bildungsmesse dabei und wird auch dieses Jahr wieder teilnehmen. Auf unserem Messestand stellen wir die von uns angebotenen Ausbildungsgänge vor. Unsere Auszubildenden geben interessierten Jugendlichen einen Einblick in die gewünschten Berufsfelder und versuchen die interessierten Jugendlichen besonders für die technischen Ausbildungsgänge zu begeistern.

Unser Ziel ist es immer, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen und die Entwicklung des Mitarbeiters auch nach Abschluss der Ausbildung zu fördern. Hierfür werden Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen und entsprechende Stellen angeboten. Ein Konzept, dass sich bewährt hat: viele unserer heutigen Führungskräfte haben ihre Ausbildung in unserem Unternehmen durchgeführt und sich danach konsequent weiter entwickelt.

Werner Schmid engagiert sich bei der gemeinnützigen GmbH „Perspektiva“

Bei Werner Schmid GmbH verstehen wir 04-Logo_perspektiva_4c
soziales Engagement als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung.
Dabei ist es uns wichtig, Organisationen zu unterstützen, mit deren Zielen und Methoden wir uns voll und ganz identifizieren können.

Eine dieser Organisationen ist die gemeinnützige GmbH „Perspektiva“. 1999 von Unternehmen, Bürgern und sozialen Einrichtungen aus der Region Fulda gegründet, versteht sich die Perspektiva als Fördergemeinschaft für Arbeit und Leben. Ziel der Perspektiva ist es, Jugendlichen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu verschaffen und ihnen dadurch zu helfen, eine eigene Lebensperspektive zu entwickeln. Im Mittelpunkt des bundesweit einmaligen, mehrfach preisgekrönten Konzepts steht der nachhaltige Erfolg der Förderung: den Jugendlichen soll ein selbst¬bestimmtes und selbstbewusstes Leben ohne die Abhängigkeit von staatlichen Fördergeldern ermöglicht werden. Das Modell der Perspektiva hat sich als ausgesprochen erfolgreich herausgestellt: in den 16 Jahren seit ihrer Gründung konnten etwa 120 Jugendliche in ein festes Arbeitsverhältnis vermittelt werden.

Die Werner Schmid GmbH unterstützt die Arbeit der Perspektiva von Beginn an. 1999 waren wir Gründungsgesellschafter der Perspektiva und auch heute ist unsere mittlerweile pensionierte Geschäftsführerin Monika Hauß-Schmid noch als Beiratsmitglied aktiv. Das Personalleiter-Forum der Perspektiva, wo Personalchefs der engagierten Unternehmen über Neuigkeiten informiert werden und Erfahrungen austauschen können, wird seit Jahren gemeinsam von der Pädagogischen Leiterin der Perspektiva und unserem Prokuristen Günter Schlitzer geleitet. Auch durch das Bereitstellen von Praktikumsstellen und die Übernahme von Jugendlichen in feste Arbeitsverhältnisse tragen wir unseren Teil zum Gelingen des Konzepts bei. Bereits vier jungen Menschen konnten wir eine feste Arbeitsstelle geben, eine Fünfte absolviert gerade ein durch Perspektiva und Werner Schmid GmbH betreutes Praktikum.

Mit unserem fortgesetzten Engagement bei der Perspektiva wollen wir auch das Verständnis vermitteln, dass jeder Mensch individuelle Talente und Fähigkeiten hat. Unsere Erfahrungen mit dem Konzept sind ausnahmslos positiv. Zwar ist insbesondere während der zweiten Phase eine intensive Betreuung notwendig, doch die Erfolge sind beachtlich: es ist bemerkenswert, welche persönliche Entwicklung bei vielen jungen Menschen stattfindet, wenn Ihnen erstmals etwas zugetraut wird. Die jungen Menschen, die wir von der Perspektiva übernommen haben, hatten einen weiten und nicht immer leichten Weg zu gehen, doch alle haben ihre persönliche Erfolgsgeschichte geschrieben. Heute sind sie nicht nur fest in das Unternehmen und unsere Arbeitsabläufe integriert, sondern können ihr Leben nun auch weitgehend ohne Betreuung und Förderung selbst gestalten.

Wir sind überzeugt, dass die Kooperation mit Perspektiva ein guter Weg ist und werden in unserem Engagement nicht nachlassen. Mehr über die Arbeit von Perspektiva erfahren Sie unter www.perspektiva-fulda.de.

Werner Schmid auf der Blechexpo 2015

Die 12. Blechexpo steht vor der Tür. Vom 03. Bis 06. November 2015 werden über 1.000 Aussteller aus mehr als 30 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen auf der internationalen Fachmesse für Blechbearbeitung in Stuttgart vorstellen. Natürlich werden wir bei dieser europaweit führenden Fachmesse ebenfalls dabei sein und die jüngsten Neuerungen in unserem Fertigungs-Portfolio vorstellen.

So wollen wir uns in diesem Jahr erneut als Werkzeugbau für Verkaufswerkzeuge präsentieren und unsere Erfolge der letzten Jahre vorstellen. Nachdem wir 2013 unsere Aktivitäten in diesem Markt aufgenommen haben, haben wir bis heute vier große Projekte mit Werkzeugen, die nicht für unsere eigene Produktion vorgesehen sind, erfolgreich abgeschlossen. Während der Projekte wurden die Werkzeuge auf unseren eigenen Pressen, sowohl in der Transferfertigung als auch in der Folgeverbundtechnik, erprobt. Anschließend erfolgte die Inbetriebnahme bei unseren Kunden, je nach Kundenpräferenz auch mit Hilfe von WS-Mitarbeitern. Alle vier Werkzeuge laufen nun bei unseren Kunden und produzieren Teile in der gewünschten hohen Qualität.

Ein weiteres Novum bei Werner Schmid ist die spanende Nachbearbeitung tiefgezogener, rotationssymmetrischer Blechteile. Seit dem ersten Einsatz unserer Drehmaschine in 2014 wurden immer mehr Artikel für eine spanende Nachbearbeitung, wie beispielsweise das Andrehen einer Fase, auf diese Maschine verlagert. Die Möglichkeiten der spanenden Nachbearbeitung sind vielfältig und sollen weiter ausgebaut werden, um den Anforderungen nach immer enger werdenden Toleranzen gerecht zu werden. Während die Umformtechnik an ihre Grenzen stößt, hat die spanende Nachbearbeitung weiteres Potential in Hinblick auf umformtechnisch nicht mehr herstellbare Geometrien, wie beispielsweise sehr kleine Radien oder Fasen.

Zum Zeitpunkt der Messe wird die Werner Schmid GmbH außerdem ihre erste Servo-Presse in der Fertigung in Betrieb genommen haben. Es handelt sich um eine 4.000kN Presse mit einer Tischlänge von 3.500mm – die Tischlänge eröffnet uns neue Möglichkeiten, weitere Umformschritte durchzuführen oder Inline-Überwachung einzusetzen. Gleichzeitig soll die Servo-Technologie genutzt werden, um Nebenzeiten zu verkürzen und Prozesse effizienter zu gestalten.

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihnen diese und weitere Neuigkeiten während der Blechexpo in einem persönlichen Gespräch näher bringen könnten – schauen Sie doch einfach mal bei unserem Stand vorbei, wir freuen uns auf Sie!

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Die nächste Generation übernimmt

Monika Hauß-Schmid übergibt Führung des Herstellers von Präzisionsteilen

Die Firma Werner Schmid erhält eine neue Führung, bleibt aber in Familienhand: Die langjährige Geschäftsführerin Monika Hauß-Schmid (66) übergibt die Leitung des  Unternehmens an ihre Söhne Matthias Hauß (34) und Joachim Hauß (30).

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Monika Hauß-Schmid übergibt die Geschäftsführung der Firma Werner Schmid an ihre Söhne Joachim Hauß (links) und Matthias Hauß. Die Unternehmerin stand 22 Jahre lang an der Spitze des Unternehmens. Foto: Volker Nies

Die Übergabe der Geschäftsführung erfolgt zum 1. September. Die Brüder sind dann gleichberechtigte Geschäftsführer. Maschinenbau-Ingenieur Joachim Hauß übernimmt die technische Leitung, Diplom-Kaufmann Matthias Hauß die kaufmännische Leitung. „Ich bin richtig froh, dass meine Söhne das Unternehmen in dritter Generation weiterführen“, sagt die Unternehmerin, die die Firma seit 1993 als alleinige Geschäftsführung geleitet hat.

Für die Söhne war früh klar, dass sie einmal in die Fußstapfen ihrer Eltern treten würden. Nach dem Abitur, das beide an der Freiherr-vom-Stein-Schule ablegten, absolvierte Joachim Hauß eine Mechatroniker-Lehre, studierte an der TU Darmstadt Maschinenbau und trat im September 2013 als Assistent der Geschäftsführung in das  Familienunternehmen ein. Seit Juni 2014 ist er Bereichsleiter für Kunststofftechnik.

Matthias Hauß studierte Betriebswirtschaft an der Universität Würzburg und arbeitete sieben Jahre lang in Bonn in einer Unternehmensberatung, die auf IT-Sicherheit spezialisiert ist. Seit Anfang des Jahres ist er wie sein Bruder Assistent der  Geschäftsführung – und die Brüder verstehen sich gut. Auch Monika Hauß-Schmid, Tochter von Firmengründer Werner Schmid, hatte sich früh auf die Übernahme der Verantwortung eingestellt. Sie erwarb an der Technischen Universität Karlsruhe den Technischen Betriebswirt (heute Wirtschaftsingenieur), und trat 1974 in das Unternehmen ein. 1979 übernahm sie mit ihrem Mann Wolf-Dieter Hauß die Geschäftsführung von ihrem Vater. Das Unternehmen, das Präzisionsbauteile aus Kunststoff und Metall für die Automobil- und die Lüftungstechnik sowie die Messund Regeltechnik herstellt, wuchs unter ihrer Führung. 1991 beschäftigte die Firma Werner Schmid erstmals mehr als 200 Mitarbeiter, heute sind es mehr als 300.

Der Schwerpunkt der Produktion hat sich geändert. Früher stellte die Firma Kleinserien in aufwendiger Einzelfertigung her; heute liegt der Schwerpunkt auf der Herstellung hoher Stückzahlen von Bauteilen, die so kompliziert sind, dass für das  Erreichen der Präzision jahrelange Erfahrung notwendig ist.

Ihr Büro hat Monika Hauß- Schmid schon geräumt. Noch hat sie einen kleinen Raum, aber auch den wird sie Ende August räumen. „Meine Söhne sollen die Verantwortung komplett tragen. Ich stehe gern als Ratgeberin bereit – aber nur, wenn ich gefragt werde“, sagt die Unternehmerin, die sich im September von jedem Mitarbeiter persönlich verabschieden will. Sie freut sich darauf, viele Wanderwege und Museen in der Region auch einmal während der Woche zu sehen. Und Perspektiva soll von ihrer Erfahrung in der Ausbildung profitieren. Ihr Rat ist gefragt: Monika Hauß-Schmid ist seit 2002 Mitglied der IHK-Vollversammlung, seit 2009 ist sie Vizepräsidentin mit der Zuständigkeit für die Aus- und Weiterbildung.

Artikel aus der Fuldaer Zeitung

Seit 2014 auch Verkaufswerkzeuge von Werner Schmid GmbH erhältlich

Die Werner Schmid GmbH, gegründet im Jahr 1946, baute bis Ende 2013 Stanz- und umformtechnische Werkzeuge sowie Spritzgießwerkzeuge ausschließlich für den Eigenbedarf. Diese Philosophie wurde im Jahr 2013 geändert. Auf der Messe BlechExpo 2013 trat Werner Schmid erstmals auch als Lieferant für Verkaufswerkzeuge auf.

Bereits im Rahmen der Messe wurden die ersten Kontakte geknüpft. Keine vier Wochen später verbuchte das Unternehmen die erste Bestellung über ein Folgeverbundwerkzeug für eine Rohrschelle in seinen Auftragsbüchern. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Projekts platzierte der Kunde sofort den zweiten Auftrag bei Werner Schmid: Die Bestellung eines Folgeverbundwerkzeugs für eine zweiteilige Profilschelle wurde erfolgreich umgesetzt. Parallel dazu hatte ein großer Automobilzulieferer Werner Schmid mit der Herstellung zweier Transfersätze einschließlich integrierten 3-fach-Zick-Zack-Rondenschnitts beauftragt.

Eines dieser Werkzeuge wurde im Januar 2015 zur vollsten Zufriedenheit des Kunden im Unternehmen abgenommen, die Abnahme des zweiten soll im III. Quartal 2015 auf der kundeneigenen Presse erfolgen.

Haben wir Ihr Interesse an einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Werner Schmid GmbH geweckt? – Dann fordern Sie uns mit Ihren interessanten Anfragen, damit wir auch Ihnen unsere Leistungsfähigkeit beweisen können.

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Der Einsatz eines modernen Maschinenparks, gekoppelt mit unseren Spezialisten, die über langjährige Erfahrung in der Konstruktion und beim Bau von komplizierten Werkzeugen verfügen, versetzt uns in die Lage, beauftragte Projekte gemeinsam mit unseren Kunden in kurzer Zeit umzusetzen.

Industrie 4.0 bei Werner Schmid

Die vierte industrielle Revolution steckt bei Werner Schmid noch in den Kinderschuhen. Während unterschiedlichste Techniken zur Prozessüberwachung bereits im Einsatz sind und sich auch bewährt haben – von einfachsten Sensoren bis hin zu kameraüberwachten Prozessen – bieten modernste Messmittel die Aussicht auf noch weit vielfältigere Einsatzmöglichkeiten in diesem Bereich.

Zusammen mit dem Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen an der Technischen Universität Darmstadt (PtU) und der ConSenses GmbH startete Werner Schmid im Sommer 2014 ein erstes, vom Land Hessen gefördertes Forschungsprojekt. Im Rahmen dieses Projekts soll eine neue Technologie auf die Möglichkeiten ihres Einsatzes bei der Online-Prozessüberwachung untersucht werden. Ziel dabei ist es, von der ConSenses GmbH auf den Markt gebrachte Piezokraftmessschrauben für die tägliche Anwendung zu qualifizieren.

Bei der neuen Sensorschraube handelt es sich um eine konventionelle Maschinenschraube nach DIN-Festigkeitsklasse 8.8, die mithilfe eines integrierten Piezoelements Montage- und Prozesskräfte in elektrische Signale umwandelt. Diese elektrischen Signale können einfach ausgewertet werden, was wiederum eine konsequente Prozessüberwachung erlaubt und / oder eine systematische Verbesserung herbeiführt.

Im bisherigen Projektverlauf stellten sich die Umformprozesse bei Werner Schmid als sehr gleichmäßig und stabil heraus. Das Messsystem, das in erster Linie Veränderungen anzeigen soll und diese vorerst nicht interpretiert, erkennt bei den sehr stabilen Prozessen im Haus Werner Schmid selbst minimale Abweichungen vom Regelverlauf.
Durch seine Integration in die Pressensteuerung gelingt es daher, den Prozess selbst bei kleinsten Unregelmäßigkeiten gezielt zu beeinflussen und so den Ablauf nochmals zu verbessern.

CodeSenses Kraftmessschrauben

Das Projekt wird 2015 fortgesetzt und die neue Technik soll möglicherweise in die intelligente Prozessüberwachung in unserem Hause Einzug halten.

Quellenangabe: ConSenses GmbH

In eigener Sache: WS ist jetzt auch bei Facebook

Wir gehen mit der Zeit – auch in Bezug auf soziale Medien. Seit Mai 2015 ist die Werner Schmid GmbH auch mit einem eigenen Profil auf Facebook zu finden. Mit unserem Facebook-Auftritt wollen wir nicht nur Neuigkeiten vorstellen, sondern über schöne Fotos und interessante Geschichten auch einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen.
Den Facebook-Auftritt der Werner Schmid GmbH finden Sie unter dem Direktlink

https://www.facebook.com/WernerSchmidGmbH

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Werner Schmid führt Industrieroboter in der mechanischen Fertigung ein

150371_RZ_Zeitung_A4_72-1-9Eine gleichbleibend hohe Qualität ist ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Werner Schmid GmbH. Um diese sicherzustellen, wird regelmäßig in moderne Fertigungsanlagen und in neue Technologien investiert. So wurde nun eine neue Stopp-Drehmaschine mit EGS-Roboter und damit erstmals ein Industrieroboter in der mechanischen Fertigung angeschafft. Neben dem Kunststoffbereich, in dem bereits verschiedene Linearsysteme zum Einsatz kommen, verfügt damit nun auch der Metallbereich von Werner Schmid über eine Roboterautomation.

Der neue Industrieroboter nimmt Teile aus der Palettierzelle, bearbeitet sie an einer Drehmaschine und setzt sie positioniert zurück. Bisher wurden hierfür zwei manuelle Drehmaschinen eingesetzt, mit denen sich allerdings die gestiegenen Qualitätsanforderungen nicht mehr durchgehend erfüllen ließen.

150371_RZ_Zeitung_A4_72-1-10Die Anforderungen an die neue Anlage waren ausgesprochen anspruchsvoll: Leichte, aber voluminöse Werkstücke erfordern einen großen Werkstückspeicher, doch gleichzeitig soll die Anlage kompakt aufgebaut sein. Um bestmögliche Auslastung und geringe Stillstandszeiten bei kurzer Bearbeitungszeit zu realisieren, muss die Konstruktion der Anlage zudem eine einfache Beschickung mit Rohteilen bzw. die einfache Entnahme der Fertigteile mit geringem Aufwand ermöglichen. Dabei wurde weniger auf eine Verkürzung der Taktzeiten abgezielt, sondern vielmehr auf eine gleichbleibend hohe Qualität und auf eine Reduktion der durch menschliches Versagen verursachten Fehler – alles in allem also auf einen zuverlässigen Fertigungsablauf.

Trotz komplexer Anforderungen an die Anlage und ehrgeiziger Ziele sind die Erfahrungen durchweg positiv. Insbesondere die hohen Erwartungen bezüglich der Produktqualität wurden erfüllt, teilweise sogar übertroffen. So ist die Rundheit der Fertigteile, ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal, deutlich besser als erhofft.

Außerdem ergeben sich neue Möglichkeiten für Werner Schmid und interessierte Kunden: Es können über das Umformen hinaus nun auch Drehprozesse angeboten werden.

Eine weitere Entwicklung, die bereits genutzt wird: War die neue Anlage anfangs nur für ein Werkstück konzipiert, laufen bereits heute verschiedene Werkstückvarianten. Dabei bietet der Prozess sogar noch das Potenzial für Erweiterungen. So lässt sich bei Bedarf eine Bohrstation integrieren, die neue Möglichkeiten für die Werner Schmid GmbH und ihre Kunden eröffnet.

Werkzeugbau und Konstruktion als organisatorische Einheit

Eine der Kernkompetenzen der Werner Schmid GmbH liegt im Bereich des Werkzeug- und Formenbaus. In Anlehnung an die Verbesserung des Entwicklungsprozesses durch die FMEA soll auch die organisatorische Verschmelzung von Konstruktion und Werkzeugbau zu einer Einheit die Schnittstellen im Haus reduzieren und die Effizienz steigern. Unter Führung von Herrn Steffen Klitsch, ehemaliger Meister im Werkzeugbau, jetzt Bereichsleiter für Konstruktion und Werkzeugbau, sollen die beiden Einheiten nicht nur organisatorisch, sondern auch räumlich verbunden werden. Kürzere Wege und schnellere Kommunikation sind essentiell für einen Informationsaustausch – so werden die Büros von Einkauf und Controlling, welche sich derzeit im Erdgeschoss befinden, in den ersten Stock verlegt, während die Konstruktionsabteilung ins Erdgeschoss umzieht – in die Halle, in der sich bereits der Werkzeugbau befindet. Diese räumliche Zusammenführung ist mit Baumaßnahmen verbunden – Wände werden eingerissen oder gemäß den Brandschutzvorschriften erneuert, neue Büros entstehen. organisatorische_einheit

„Werner Schmid erhofft sich von dieser Umorganisation eine Verkürzung der Werkzeuglieferzeiten dank direkten Kontakts der Mitarbeiter untereinander und der Terminierung durch eine Person.“

Standardisierung der FMEA Erstellung

Die Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (kurz FMEA) ist ein Werkzeug der nachhaltigen Qualitätssicherung. Die FMEA durchleuchtet Prozesse auf ihre Fehlerquellen und deren Auswirkungen auf das Bauteil in Hinblick auf dessen Qualität. Besonders im Vordergrund steht hierbei die Frage, ob die Bauteile für den Kunden die nötigen Anforderungen erfüllen oder ob sie unbrauchbar sind. Nach einem definierten Schlüssel werden Risikoprioritätszahlen ermittelt, nach denen Risiken, die im Prozess bestehen, der Reihenfolge entsprechend verringert oder abgestellt werden sollen. FMEAs bilden als konstruktionsbegleitender Prozess die erste Möglichkeit, Fehler in der späteren Fertigung unserer Produkte zu erkennen und von vornherein auszuschließen. Der Nutzen einer FMEA kann sehr groß sein, wenn eine Datenbank stetig mit Informationen gefüllt wird und bei zukünftigen Projekten auf diese zurückgegriffen werden kann. Damit die Flut aus Informationen zeitgemäß genutzt werden kann, investiert Werner Schmid in eine neue Software, die eine Verwaltung des Wissens in den FMEAs standardisiert. planungssoftware

„Für den Blick in die Zukunft müssen wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und unsere Prozesse nach neuesten Erkenntnissen gestalten.“

Mithilfe der neuen Software soll die FMEA im Entwicklungsprozess effizient genutzt werden, um Schwächen vergleichbarer, vorangegangener Produkte auszuschließen. Die Software ersetzt die bisher verwendeten Excel-Tabellen. Es besteht die Möglichkeit, Standardabläufe zu generieren, die bei allen Bauteilen einer bestimmten Produktgruppe sofort zur Verfügung stehen. Über diese Standards hinaus lassen sich produktspezifische Ergänzungen einfügen.